3nadis-Bild von V.S.Basati auf yogacarol.co.uk

Eka Pada Setu Bandha Sarvangasana – Brücke mit Beinvariation

Mit der Yoga Online Ausstellung möchte ich zur Erforschung der Frage anregen, wie die Schönheit des menschlichen Körpers entsteht.  Mit welchen Kriterien manifestiert sie sich in der Darstellung von Yoga-āsana?

Damit du den Ausdruck jeder einzelnen Stellung mit einigen Gedanken auf dich wirken lassen kannst, findest du hier in der Rubrik Asana-Zitate jedes Foto einzeln  aufgeführt, zusammen mit einem kurzen Text. Die Texte widmen sich verschiedenen Aspekten zum tieferen Sinn des Yoga-Übens. Wer sich für das Erlernen dieser schönen Positionen interessiert, sollte sich an einen kompetenten Yogalehrer wenden, um Fehler in der Praxis zu vermeiden!

 

eka pāda setu bandha sarvāṅgāsana

Eka Pada Setu Bandha Sarvangasana-B.K.S. Iyengar

Brücke mit gehobenem Bein und aktiver Durchwölbung in der oberen Wirbelsäule

 

B.K.S. Iyengar über Hatha-Yoga:

Der menschliche Körper ist in sich selbst ein Miniatur-Weltall. Hatha-Yoga besteht aus den Silben Ha und Tha, die Sonne, beziehungsweise Mond bedeuten. Die Sonnen- und Mondenergie fließen, so wird behauptet, durch die beiden Hauptnādīs, Pingalā und Idā, die von dem rechten, respektive linken Nasenloch ausgehen und herabführen zum Ursprung der Wirbelsäule. Pingalā ist das Nādī der Sonne, während Idā jenes des Mondes ist. Zwischen ihnen liegt Sushumnā, das Nādī des Feuers. Wie schon früher festgestellt, ist Sushumna-Nādī der Hauptkanal, durch den die Nervenenergie fließt. Es liegt innerhalb des Meru-Danda oder der Wirbelsäule. Pingalā und Idā kreuzen sich und ebenso Sushumnā an verschiedenen Orten. Diese Knotenpunkte werden Chakras oder Schwungräder genannt. Sie regulieren den Mechanismus des Körpers wie Schwungräder eine Maschine.¹

 

Anmerkungen:

eka = eins

pāda = Fuß, Bein

setu = Brücke

bandha = das Binden, Verbinden, Erbauen (setu bandha = das Bauen einer Brücke)

sarvāṅgāsana = die Stellung aller Teile, Bezeichnung für den Schulterstand

nāḍī = im feinstofflichen – nicht physischen – Körper angelegte Energiebahnen, die aber gewisse Entsprechungen mit den physischen Nervenbahnen aufweisen

meru = mystischer Berg, der in der indischen Schöpfungsgeschichte eine wichtige Rolle spielt

daṇḍa = Stock, Stab

(Der Wirbelknochen ist der kompakteste Teil des menschlichen Körpers. Die Wirbelsäule wird im Yoga auch als meru-daṇḍa, als Stab der Meru-Berges bezeichnet.)

 

(1) B.K.S. Iyengar, Licht auf Yoga, O. W. Barth Verlag 2004, S. 402

Bildnachweis (19-05-27): 3nadis-Bild von V.S.Basati auf yogacarol.co.uk, āsana-B.K.S. Iyengar, Licht auf Yoga, O. W. Barth Verlag 2004, S. 209

Zur Online Ausstellung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.