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Heinz Grill und die künstlerische Art des Yoga

Biographische Skizze über den Autor von Das Hohelied der Asanas.

1960 – 1985 Heinz Grill als junger Bergsteiger

Heinz Grill wurde im Jahr 1960 in der Nähe des bayerischen Wasserburg am Inn geboren. Er berichtet über sich selbst, dass er ein sehr naturverbundenes Kind war. Seine Mutter hatte dies auch gefördert, indem sie ihre Kinder – drei an der Zahl – an schöne Orte in der Natur führte. Seine Eltern gingen ausserdem gerne in die Berge. Ab seinem 12. Lebensjahr nahmen sie ihn mit in die bayerischen Alpen. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für die Berge und vor allem für das Felsklettern. Bei Bert Lindauer vom Wasserburger Alpenverein lernte er nicht nur die Grundkenntnisse im Klettern, sondern vor allem Nähe, Achtung und Respekt vor dem Berg.

Seinem ausgesprochenen Bewegungsnaturell folgend verbrachte er bald jede nur erdenkliche Minute in den Bergen. Da er aus Mangel an Kameraden oft alleine unterwegs war, entwickelte er Formen des Alleingangs mit nur der allernotwendigsten Ausrüstung. Dies verlieh ihm eine beachtliche Schnelligkeit. So kam es, dass er bereits mit 16 Jahren den Ruf eines “Wunderkletterers” erntete. Er vollbrachte für die damaligen Zeiten, wo es noch nicht die moderne und leichte Kletterausrüstung gab, so unerhörte Dinge wie an einem einzigen Tag zwei Gipfel hoch und runter zu ersteigen. Neben dem tiefen Wunsch, die Begegnung mit dem Berg aufzusuchen und sich in kosmischen Höhen zu bewegen, blieb die Schule und das abzuschließende Fachabitur eine mehr nebensächliche, wenn auch nicht gleichgültige Angelegenheit.

1986 – 1999 Heinz Grill als Yogalehrer

Vasishthasana-Heinz Grill
Leichtigkeit zeichnet die Yoga-Positionen von Heinz Grill ebenso aus wie seinen Kletterstil.

Als er mehr und mehr den Wunsch verspürte, andere Menschen an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, drängte sich zunehmend die Frage nach dem rechten Beruf auf und er entschied sich, die Heilpraktikerprüfung zu machen. Als Spezialisierung wählte er die anthroposophische Heilkunde. Schließlich wählte er als zukünftiges Arbeitsgebiet, um andere Menschen in deren seelischer Entwicklung zu begleiten, den Yoga. So führte ihn der Weg nach Kanada zum Sivananda Yoga Vedanta Zentrum. Dort lernte er Swami Vishnudevananda kennen und schätzen. Wieder zurück in Deutschland eröffnete er seine eigene Yogaschule. Sehr bald begann er damit, auch selbst Yogalehrer auszubilden. Als die Räumlichkeiten wegen der vielen Arbeit zu klein wurden, konnte er die Arbeit im nahen Österreich fortsetzen. Mit diesem Schritt beendete er gleichzeitig seine Aktivität zur Leitung einer Yogaschule,  da die Leitung des dortigen Seminar-Hauses in anderen Händen lag.

Dies war gezielt von ihm so gewollt, da das wichtigste Anliegen in seiner Tätigkeit als Yogalehrer wie gesagt darin lag, die individuelle Entwicklung des Menschen zu fördern. Aus diesem Grunde war es ein zentrales Grundprinzip in seiner Arbeit, dass es in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis keine einengenden und autoritären Strukturen geben durfte. Es wurde deshalb von ihm streng darauf geachtet, dass man weder ihn zu einem Guru erhob, noch dass die Interessenten, die etwas über den Yoga, die seelische Entwicklung und ähnliche Themen lernen wollten, in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt wurden. – Ab dem Jahreswechsel 2000 hielt er sich zudem immer öfter in Arco am Gardasee auf und begann dort, mit einigen Freunden neue Kletterrouten einzurichten. Dabei achtete er sowohl auf die Schönheit und den Rhythmus der Linienführung als auch auf einen Schwierigkeitsgrad, der dem zunehmendem Interesse für das Klettern als eine für jedermann mögliche Betätigung Rechnung trug.

2000 – heute, Heinz Grill als Autor, Philosoph und Yoga-Experte

Klettern-Bild von Free-Photos auf pixabay
Am Gipfel angekommen fühlt sich der Bergsteiger dem Kosmos näher gerückt.

Diese Aktivität als Routen-Erstbegeher nicht nur in Arco, sondern auch vielfach in den Dolomiten, hat Heinz Grill bis heute beibehalten. Darüber hinaus ist er als Buchautor, Vortrags- und Seminarreferent und als spiritueller Lehrer mit Einzelgesprächen tätig. – Was sind nun diese Lehrinhalte, die er im Laufe der Jahre immer mehr auf verschiedenen Lebensgebieten herausgearbeitet hat? In der gebotenen Kürze ist dies kaum wiederzugeben, denn das von ihm erstellte Schrifttum umfasst mittlerweile über 100 Werke. Ich nehme deshalb nur einmal ein Beispiel heraus.

Um beim Yoga zu bleiben, so dürfte das schriftliche Hauptwerk das gerade in der 6. Auflage erschienene Buch Die Seelendimension des Yoga sein. Der Titel ist signifikant, der Yoga soll also um eine seelische Dimension erweitert werden. Um das von ihm ganz neu in den Yoga eingebrachte Konzept in einer Art Summenformel zusammenzufassen, spricht Heinz Grill bisweilen von einem Weg von oben nach unten. Gemeint ist damit, dass das Yogaüben bei möglichst spirituellen, sogenannten imaginativen Gedanken beginnt und ausgehend von diesen Gedanken der Körper in eine bestimmte Formung geführt wird.

Im Unterschied dazu ist der traditionelle Yogapfad nach Patanjali in acht Stufen von unten nach oben aufgebaut. Er soll vom Körper über den Atem, die Konzentration und Meditation schließlich zur Union mit der höchsten, universellen kosmischen Energie als letzter Stufe der menschlichen Bewussstseinsentwicklung führen. Heinz Grill betont nun die große zeitliche Distanz, die heute zu der Blütezeit des Yoga im Alten Indien vor mehreren tausend Jahren besteht. Dies bringt gewisse Schwierigkeiten für eine direkte Adaption der traditionellen Inhalte im Kontext der modernen Zeiterfordernisse mit sich.

Der Weg von oben nach unten stellt nun eine Möglichkeit zur seelischen Vertiefung für jede aktuelle Yogarichtung und jeden modernen Yogastil dar. Den Aussagen von Heinz Grill zufolge sollte der von ihm entwickelte Neue Yogawille nicht als alternative Methode innerhalb der vielen Yoga-Arten der Moderne gewertet werden. Denn praktisch gesehen wird über die gewählten imaginativen Gedanken zunächst das Gefühlsleben eingestimmt. Schließlich kommt diese vertiefte Empfindung in künstlerischer Weise bei der Ausführung einer Position zum Ausdruck. Dieser innere seelische Prozess kann von jedermann berücksichtigt werden und sich unabhängig von der gewählten Übungs-Sequenz oder dem gewählten Yogastil ereignen.

Heinz Grill und die Yoga Online Ausstellung

Wie ich nun bei meinen Vorbereitungen zur Yoga Online Ausstellung mit großer Verwunderung feststellen musste, scheint es aber einen Kreis von Personen zu geben, die das Erscheinen von Heinz Grill in einer größeren Öffentlichkeit mit allen Kräften verhindern wollen. Dass von diesen Personen ernstzunehmende heftige und unredliche Attacken ausgehen, habe ich am eigenen Leib erfahren, siehe Die Geschichte dieser Ausstellung. Wie es scheint, hat sich eine reiche Münchner Familie mit kirchlichen Sektenbeauftragten zusammen geschlossen und versucht nun, ihr persönliches Familienproblem auf Kosten des guten Rufs von Heinz Grill auszutragen. Eine Freundin dieser Familie, M. Buchmann, scheint dabei die treibende ausführende Kraft zu sein, die keine Gelegenheit zu vernichtenden Internet-Kommentaren und anderen Agitationen ausser Acht lässt.

Leider muss man diesen Umstand erwähnen, denn wer sich heute unbedarft für Heinz Grill interessiert, kann leicht von den verschiedenen diskreditierenden Äusserungen in seiner Anschauungsbildung verunsichert werden. Ein persönlicher Kontakt ist aber ganz unkompliziert möglich über die Webseite www.heinz-grill.de.

Wer sich für Yoga interessiert, kann sich auch bei der Akademie für Yoga in der sozialen Ausgestaltung über Fortbildungsveranstaltungen für Fortgeschrittene Praktizierende und Yogalehrer unterschiedlicher Richtungen informieren, bei welchen Heinz Grill neben anderen als Referent tätig ist.

In dem folgenden Interview äußert sich Heinz Grill selbst zu seinem biographischen Werdegang und wichtigen Lebensthemen:

Textquellen (19-03-14):

Heinz Grill berichtet über sich selbst in einer autobiographischen Skizze aus dem Jahr 1996. Weitere Informationen zu seinem Werdegang kann man in dem auf youtube veröffentlichten Interview Künstler-Porträt eines universellen Talentes erfahren sowie auf der oben genannten Webseite. Autobiographische Einflechtungen finden sich auch in verschiedenen Büchern und Vortragsreden.

Folgende Werke habe ich während der Arbeit an der biographischen Skizze zur Kenntnis genommen: Die Seelendimension des Yoga (s. oben), Die Vergeistigung des Leibes, Das Hohelied der Asanas (s. oben), Die Orientierung und Zielsetzung des Yoga aus der Reinheit der Seele, Erklärung, Prophylaxe, Therapie der Krebskrankheit. Im Internet: “Gesprächsrunde” Daniele Ganser und Heinz Grill, Heinz Grill – Sekte – Sektenmerkmale, Podiumsgespräch mit Axel Burkart und Heinz Grill

Bildquellen (19-03-14): Beitragsbild-Heinz Grill, Vasishthasana – Bildscan aus Heinz Grill, Das Hohelied der Asanas, S. 71; Berge-Bild von Free-Photos auf pixabay

2 Kommentare

  • Alina

    Aktualisierung am 14.7.2019: Wie mir kürzlich bekannt wurde, existiert eine regelrechte Agenda, die das Ziel verfolgt, dass die Ausführungen von Heinz Grill über eine freie und in die Hände des Individuums gelegte Spiritualität nicht in die Öffentlichkeit dringen sollen. Die Information habe ich dem Kommentar von Anna-Lena Siebert auf der Seite “Stopp die geistige Verarmung – Heinz Grill”, https://www.youtube.com/watch?v=w0fNmmtQAzc, entnommen.

    Frau Siebert äussert sich dort unter anderem wie folgt: “Schon mit den wenigen Wahrnehmungen zu Heinz Grill begegnete ich den Gegnern von ihm. Diese suchen die Spiritualität aus der Öffentlichkeit zu verdammen. Sie haben ein groß angelegtes Programm erstellt, um Heinz Grill in der Öffentlichkeit unschädlich zu machen. Eine Marianne Buchmann, zusammen mit Kirchen und Zeitungen kämpft fanatisch und verbissen gegen das öffentliche Auftreten von Heinz Grill. Sie nützen kein mindereres Mittel als dem Heinz Grill einen Schwiegersohn anzudichten, der in Wirklichkeit der Schwiegersohn einer sehr bedenklichen, allem Anschein nach kriminellen Familie ist. Gleichzeitig dichten sie ihm Gruppen an, die aus kirchlichen Kreisen kommen und einen esoterischen Fanatismus in München vertreten. Ich wäre aber froh, wenn endlich Spiritualität eine Frage der Öffentlichkeit wird.”

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